![]()
Vor etwas mehr als vier Jahren wurde die Idee geboren, über die Tätigkeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Heidelberger Ruderklub eine Schrift zu verfassen. Vorüberlegungen machten deutlich, dass nicht alle ehemals aktiven Mitstreiter erwähnt werden könnten. Die Auswahl musste begrenzt werden. Im Vorwort des jetzt erschienen Ehrenbuchs wurde deshalb vermerkt: „Stellvertretend für die vielen unauffällig und im Hintergrund wirkenden ehrenamtlichen Helfer sollen die bisherigen Ehrenpräsidenten und Ehrenmitglieder … gewürdigt werden.“
Auf einhundert Seiten werden 46 Personen beschrieben. Darunter sind zwei Mitglieder mit Ehrenmitgliedschaft im Flaggenklub und im Ruderklub (Dr. Carl Clemm-Lennig, Louis Clemm), zwei Ehrenpräsidenten (Prof. Dr. Edward Ullrich, Pauli Menold), zwei Ehrenpräsidenten, die gleichzeitig auch Ehrenmitglieder waren (Prof. Dr. H. von Neuenstein und Dr. W. Schäfer) und zwei Frauen (Karla Löschmann und Martha Baur).
Die Lektüre des Ehrenbuches ermöglicht eine mosaikartige Erfassung der Geschichte des Klubs (siehe z.B. Veröffentlichung von G. Thönnissen „Festschrift 1872 – 1997“), gebunden an handelnde Personen, was sicherlich einen besonderen Reiz ergibt.
Wer waren nun diese 46 Mitglieder? Waren sie nur im Verein erfolgreich oder standen sie auch im Leben mit beiden Beinen auf der Erde? Die Lebensläufe lassen sehr schnell erkennen, dass Erfolg im Verein stets verbunden war mit Erfolg im Beruf. So wurde z. B. die BASF von Mitgliedern der Familie Clemm gegründet. Der Bau der Wasserleitung und der Kanalisation in Heidelberg ist im wesentlichen den Aktivitäten von Dr. K. F. G. Mittermaier zu verdanken. Prof. Dr. F. Kehrer ist Mitbegründer des klassisch-konservativen Kaiserschnitts und wandte diese Methode erstmals bei einer Entbindung in einer Bauernstube in Meckesheim an. Außerdem entwickelte er die tubare, d.h. durch Eileiterunterbindung erzielte Sterilisierung. Auch der schon legendäre Oberbürgermeister von Heidelberg, Prof. Dr. Ernst Walz, ist Ehrenmitglied im Heidelberger Ruderklub.
