September 2007


Bei herrlichem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen trafen sich zwei Mannschaften, die nun ihre Formationen scheinbar gefunden haben. Der BRC zuletzt mit bemerkenswerten Leistungen gegen Frankfurt und den SCN, sowie der Heidelberger Ruderklub, der sich am vergangenen Mittwoch beim alten Rivalen SCN ein Unentschieden erkämpfen konnte und sogar noch die Chance auf einen Sieg in der letzten Minute vergab.

Gegen Berlin begannen die Heidelberger zunächst sehr druckvoll und beherrschten in den ersten Minuten das Spielgeschehen. Diese Bemühungen wurden mit einem Stürmerversuch in der 5. Minute durch Gerbrand Du Preez belohnt, Jordaan erhöhte sicher. Ab diesem Zeitpunkt bestimmten beide Verteidigungsreihen das Spiel.

Während der HRK immer wieder gefährlich nahe an das gegnerische Malfeld kam, gab es für die Berliner ab der 22 Meterlinie kein Weiterkommen. Es sprangen dabei lediglich zwei gelungene Straftritte durch Hackl heraus (10. und 25.).

Im Gegenzug erzielten die Gastgeber einen von Jordaan erhöhten Versuch durch Rodriguez (33.) und wenige Minuten später einen weiteren durch den agilen Gedrängehalb Armstrong zum Halbzeitstand von 19:6.

Die zweite Halbzeit begann mit einer starken Drangphase der Berliner, in der erneut zwei Straftritte durch Hackl verwandelt werden konnten (42. und 51.). Ab der Mitte von Hälfte zwei wirkten die Berliner kraftlos und unkonzentriert, so dass es den Zebras einfacher gelang mit ihren Durchbrüchen Raumgewinn zu erzielen. Dies zeigte sich auch durch die schön herausgespielten Versuche von Boucher nach Sturmangriff wenige Meter vor der gegnerischen Mallinie über die kurze Seite (58.), der von Jordaan erhöht wurde und durch Fox nach einem langen Kick von Jordaan, der durch sehr gutes Pressing der Hintermannschaft die Gäste in arge Bedrängnis brachte (68.).

Ein weiterer Versuch, sehr schön eingeleitet von dem stark spielenden Andreas Kerber, besiegelte schließlich die Niederlage des BRC (74.). Den Berlinern gelang es noch durch zwei von Grzanna erhöhten Versuchen von Salloum und Schneider (77. und 80.) zu verkürzen, doch diese Aufholjagd kam zu spät und so gewann der Ruderklub verdient mit einer geschlossen Mannschaftsleistung.

Aufstellung HRK: Liebig (69. Gambier) – Missal, Neureuther, Eloff, Huber – Jordaan, Armstrong (75. Klatt) – Boucher (75. Fraser), Kerber A., Du Preez, G. (69. Schmitt) – Rodriguez, Kerber J. – Roth, S. (45. Rehm), Fox, Zeiler (60. Biskupek);

Aufstellung BRC: Hackl – Freund, Huerta- Garcia, Aust, Schneider – Grzanna, Oberpichler – Salloum, Feidt E., Mattera Erm. – Duarte, Ighnaimat – Siebenhörl, Feidt V., van der Marwitz (Mattera El., Trochowski, Walton);

Punktefolge: 7:0 Versuch Du Preez, G. Erhöhung Jordaan (5.), 7:3 Straftritt Hackl (10.), 7:6 Straftritt Hackl (25.), 14:5 Versuch Rodriguez Erhöhung Jordaan(33.), 19:6 Versuch Armstrong (38.), 19:9 Straftritt Hackl (42.), 19:12 Straftritt Hackl (51.), 26:12 Versuch Boucher Erhöhung Jordaan (58.), 31:12 Versuch Fox (68.), 36:12 Versuch Kerber, A. (74.), 36:19 Versuch Salloum Erhöhung Grzanna (76.), 36:26 Versuch Schneider Erhöhung Grzanna (80.);

Zeitstrafen: 76. V.Feidt

Zuschauer: 250

Schiedsrichter: Himmer

Dominik Seib

Am 15.9. empfingen die Frauen des HRK den Bundesliganeuling SC Berlin. Dieser konnte nur mit 14 Spielerinnen anreisen, sodass der Vizemeister ihnen mit einer Spielerin aushalf, wie es der Regelung der Frauenbundesliga entspricht. Daher wurde das Spiel als normales Punktspiel gewertet.

Gleich in der 2. Minute durchbrach Jana Eisenbeiß die gegnerische Verteidigung, und konnte die ersten Punkte für den HRK erzielen. Auch weiterhin spielte der Heidelberger Ruderklub ein schnelles und ansprechendes Spiel, sodass sie in der ersten Halbzeit noch weitere 6 Mal in das gegnerische Malfeld einlaufen konnten. Leider gelang es nur einen dieser Versuche zu Erhöhen. Durch den ständigen Ballbesitz des HRK musste wenig Verteidigungsarbeit geleistet werden, wobei auch dies ohne Probleme gelang.

Nach der Halbzeit war Svetlana Heß trotz eigenem Ankick gleich in der 41. Minute mit einem weiteren Versuch für den HRK erfolgreich. Es folgten noch 7 weitere Versuche, von denen 3 durch Nina Kropp erhöht wurden.

Der HRK zeigte alles in allem ein abwechslungsreiches Spiel, und konnte sowohl durch schnelle Angriffe mit der Hintermannschaft, als auch durch starkes Sturmspiel punkten. Besonders zu erwähnen sind die zwei Versuche, die durch die erste Reihe Stürmerinnen Juliane Mittelstädt und Nicole Sans gelegt wurden.

Zwar konnte der SC Berlin der Mannschaft des HRK zu keiner Zeit gefährlich werden, dennoch gelang ihnen ein passabler Bundesliga Auftakt, welchen der HRK mit 83:0 klar für sich entscheiden konnte.

Der HRK spielte in folgender Aufstellung:

A. Boyne (53’ V. Brauner), J. Mittelstädt, N. Sans, S. Gandre, S. Wodarz, K. Jägers, L. Maral, L. Ripperger, S. Treiber (39’ A. Beckenbach), N. Kropp, O. Bähr (59’ V. Biskupek), C. Wiedemann, S. Heß, A. Stone, J. Eisenbeiß

JE/SH

Ruderinnen holen Gold bei Studenten-EM
Erfolge für das deutsche Hochschulteam Rudern in Banyoles/Spanien

Vergangenes Wochenende trafen sich in Banyoles die besten Universitätsmannschaften aus ganz Europa um sich über die olympische Ruderdistanz von 2000 Metern zu messen. Die Ruderer kamen aus 13 Ländern und von insgesamt 57 Universitäten. Dank der Förderung der Uni Heidelberg und des Heidelberger Ruderklubs konnten auch die Studentinnen aus Heidelberg, unterstützt von Trainer Falko Lohberger und Ersatzfrau Marieke Neubauer teilnehmen.
Wechselnde Windbedingungen auf dem See behinderten den Regattaablauf: die Vorläufe am Donnerstag mussten abgesagt und auf Freitag verschoben werden, dies tat der guten Stimmung im deutschen Team jedoch keinen Abbruch.
Die Ruderinnen der Uni Heidelberg hatten sich über die deutsche Hochschulmeisterschaft qualifiziert und starteten in einem großen Feld u.a. gegen Oxford Brookes, Birmingham, Zürich und Nantes. Nach dem ersten Rennen hatte die Mannschaft um Schlagfrau Katharina Fricke ihr Ziel Finalteilnahme in einem klaren Vorlauf erreicht. Damit wurde eine Medaille realistischer.
Im Finale war das Feld auf den ersten 500 Metern noch nah beisammen, dann setzten sich die Heidelbergerinnen mit kräftigen Streckenschlägen von den anderen Booten ab. Über die Strecke konnten sie einen Vorsprung von zwei Bootslängen herausrudern und als Erste im Ziel jubeln. Dahinter kämpften Oxford Brookes und Birmingham um Silber, im Ziel hatte Birmingham dann den Bug vor Oxford Brookes, Zürich und Nantes.
Insgesamt gewann die deutsche Mannschaft 7 Gold-, 4 Silber- und 2 Bronzemedaillen. Die Nationenwertung gewann Großbritannien, das Mutterland des Rudersports, die in vielen Bootsklassen mit mehreren Mannschaften gestartet waren.

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Foto von links nach rechts: Katharina Fricke, Katlehn Rodewald, Jessica McAlear, Vera Dohmen

Nach dem überraschenden Auftaktsieg gegen die RGH am vergangenen Wochen­ende wollte der Ruderklub die gute Leistung gegen den Pokalsieger aus Frankfurt wiederholen. Bereits unter Woche konnte man sich mit Armstrong, Fox und Boucher verstärken, so dass Trainer Rex Lawrence die Qual der Wahl bei der Aufstellung hat­te.

Die Zebras begannen erneut druckvoll und engagiert und konnten sogar in der 1. Mi­nute durch einen Straftritt von Jordaan in Führung gehen. Unbeeindruckt davon gli­chen die Frankfurter in der 5. Minute aus. Den Heidelbergern gelang es nun sich in der Frankfurter Hälfte festzusetzen und des öfteren dem gegnerischen Malfeld ge­fährlich nahe zu kommen. Doch immer wieder misslangen die Angriffsbemühungen durch kleine individuelle Handlingfehler, die Frankfurt abgeklärt zu nutzen wusste. So kamen die Gäste durch zwei schnell durchgeführte Konteraktionen zu einer kom­fortablen Führung von 3:15( 13. und 15. Minute). In der 24. Minute konnte Kupa noch einen Straftritt beisteuern. Jordaan verkürzte in der 28. Minute mit einem Straftritt zum Halbzeitstand von 6:18.

In der zweiten Hälfte spielten die Gäste nun konzentrierter und begannen ihrerseits das Spiel zu kontrollieren. Die Angriffe des HRK kamen nicht mehr durch die gut or­ganisierte Frankfurter Verteidigung. Jordaan konnte immerhin noch in der 42. Minute einen weiteren Straftritt verwandeln, doch die Gäste erzielten nun in regelmäßigen Abständen ihre Punkte. Sie kamen noch in zu zwei Straftritten durch Kupa (48. und 63.) und zu zwei Versuchen durch Maylor und durch eine Gemeinschaftsaktion des Sturms.

Die Frankfurter Gäste spielten konzentrierter und abgeklärter, sie wirkten eingespiel­ter als das Team der Gastgeber, das sich im Umbruch befindet und sicher noch die ein oder andere Trainingseinheit benötigt, um sich einzuspielen. Zudem feierte der Argentinier Fernando Pino ein gelungenes Debüt.

HRK: Liebig C. – Missal (41. Du Preez R.), Liebig S., Eloff, Mitchel (53. Klatt) – Jordaan, Armstrong – Du Preez G., Boucher, Kerber J. (72. Schmitt) – Pino (41. Zeiler), Rodriguez – Fox, Biskupek (64. Rehm), Schliwa (63. Roth, S.);

SC 1880 Frankfurt: Kupa – Gray, Gardener (64. Rascanu), Nordstrom, Madenga – Maylor (75. Holgado), Feidelberg – Porter, Henderson (75. Kubanski), Wacha – Cünzer, Ludwig (54. Pressmer) – Baracat (69. Klingmann), Houston, Brock;

Punktefolge: 3:0 Straftritt Jordaan (1.), 3:3 Straftritt Kupa (5.), 3:8 Versuch Gray (13.), 3:15 Versuch Gray Erhöhung Kupa (15.), 3:18 Straftritt Kupa (24.), 6:18 Straftritt Jordaan (28.), 9:18 Straftritt Jordaan (42.), 9:21 Straftritt Kupa (48.), 9:26 Versuch Maylor (54.), 9:31 Versuch Frankfurt (58.), 9:34 Straftritt Kupa (63.);

Gelbe Karten: 31. Henderson; 54. Boucher; 78. Rodriguez

Schiedsrichter: Pangritz

Zuschauer: 350