Mai 2008


Hallo liebe Sportfreunde,

wir möchten Euch recht herzlich zu unserem diesjährigen HRK-Kerwe Touch 7´s für Freizeitmannschaften einladen.

Das Turnier findet auf dem Sportplatz des HRK im Rahmen der alljährlichen Klubkerwe (Sommerfest) statt.

Anpfiff des ersten Spiels ist am 05.07.2008 um 14 Uhr.

Das Startgeld beträgt 20 € (für Verpflegung) und wird vor Turnierbeginn von den einzelnen Mannschaften bei der Turnierleitung gezahlt. Übernachtung in Zelten ist möglich.

Anmeldeschluss ist der 15.06.2008.

Für Essen und Getränke ist natürlich bestens gesorgt.

Wir hoffen, Euch in diesem Jahr bei uns begrüßen zu dürfen und freuen uns schon jetzt auf Euer Kommen.

Für weitere Informationen steht die HRK Rugby-Abteilung jederzeit gerne zur Verfügung.

„Heidelberg – Karlsruhe – Kyoto –
Zwei Minuten… Achtung! Los!“

Mit diesen Worten begrüßt ein Wettkampfrichter die am Startnachen liegenden Boote und gibt damit das Startzeichen. In diesem Jahr gab hier Sofia Habicht, eine der jüngsten lizenzierten Wettkampfrichterinnen des Deutschen Regattaverbands (DRV), ihr Debüt. Nach mehreren Hospitanzen auf Regatten Süddeutschlands und fast einjähriger Vorbereitung durch Monika Kienzle-Augspurger, die Vorsitzende der Wettkampfrichter Baden-Württembergs, sowie Volker Wilz – beide aus Heidelberg – legte sie nun die theoretische sowie praktische Prüfung ab.

Monika Kienzle-Augspurger und Sofia Habicht

Nach ihrem Wechsel vom HRK nach Eberbach, wo sie nach Weggang ihres Trainers schließlich die C- und B-Jugendlichen erfolgreich betreut hatte, kehrte sie zu Beginn dieses Jahres wieder zu ihren Wurzeln zurück, um hier mit Gerda Ott, bei der sie vor 10 Jahren das Rudern erlernte, die C-Junioren als Trainerin zu betreuen. „Es ist natürlich schwierig für mich, als Wettkampfrichterin auf einer Regatta meine eigene Crew nicht betreuen oder nicht selbst am Start sein zu können. Aber ich denke, dass ich in einiger Zeit das richtige Verhältnis gefunden haben werde!“ meint Sofia Habicht, die im nächsten Jahr ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin abschließen wird. „Viel Freizeit bleibt mir nicht, aber das Rudern ist ein so schöner und ästhetischer Sport, mit dem ich in Zukunft auch in beruflicher Sicht immer zu tun haben möchte. Durch ihn habe ich in ganz Deutschland sehr viele Freunde gewonnen, die ich nicht mehr missen möchte!“

In den Augen der Zuschauenden scheint es ein leichter Job zu sein, im Motorboot auf dem Neckar bei strahlendem Sonnenschein hinter den startenden Booten her zu fahren, ab und zu die Fahne nach rechts oder nach links zu schwenken und mit Megaphon die Route der Boote zu korrigieren, damit die Sicherheit aller Teilnehmer gewährleistet ist. Doch ganz so, wie es aussieht, ist es nicht: Die Wettkampfrichter sind während der ganzen Regatta mit Ausnahme von wenigen Schifffahrtspausen an vielen verschiedenen Stellen eingesetzt.

Noch vor Beginn der Regatta und der sogenannten Obleute-Besprechung versammelt man sich, um das Meldeergebnis auf Fehler zu prüfen und bereits angekündigte Um-, Ab- und Neumeldungen zu verarbeiten. Auch die Waage und das Meldebüro werden von den „Schiris“ betreut. Leichtgewichte müssen ihre Gewichtsgrenze alten, zu leichte Steuerleute ein Zusatzgewicht im Boot haben. Im Meldebüro wird darauf geachtet wird, dass z.B. die Klassen und Altersgruppen eingehalten werden – manch ein ehrgeiziger Trainer möchte doch seinen Schützling unbedingt durch eine nicht erlaubte Hochmeldung in einer höheren Alterklasse starten lassen.

Sofia Habicht auf Regattaeinsatz

Bei Beginn der Rennen sind die Wettkampfrichter am Steg zu treffen, wo die erforderlichen Vorkehrungen, die jedes Boot aufweisen muss, geprüft werden: sitzt der Bugball fest, ist die Startnummern vorhanden, sind die Sicherheitsschnürsenkel – zum im Notfall schnellen Ausziehen der im Boot befestigten Schuhe beim Kentern – nicht zu lang? Auch beim Ausrichten der Boote an den Startnachen und als Starter, der auf die vorgeschriebene Kleidung oder Fehlstarts achten und im Bedarfsfall eine Verwarnung aussprechen muss, gibt es genügend zu tun. Die Begleitung der Boote auf der Strecke bis ins Ziel ist eigentlich die unangenehmste und verantwortungsvollste Aufgabe. Gibt es Beschwerden, die gleich nach Zieleingang mittels Handzeichen durch eventuell benachteiligten Ruderer kundgetan werden müssen, bedeutet dies viel (Schreib-) Arbeit. Denn nach Zahlung eines Bußgeldes durch den Trainer muss der Schiedsrichter die Bestandsaufnahme der Beschwerde führen; diese muss geprüft, verhandelt, schließlich entschieden und hinterher dem DRV gemeldet werden. Im Ziel sitzen üblicherweise zwei bis drei Kollegen, die die Zeiten abnehmen und an die Regatta-Leitung weitergeben. Gegebenenfalls muss manchmal bei sehr knappen Einläufen der Boote auch das Zielfoto ausgewertet werden, was sich mitunter sehr schwierig gestaltet.

Nicht immer verläuft eine Regatta so angenehm wie in diesem Jahr in Heidelberg. Manchmal sitzt man im Regendress im Boot oder steht tropfend am Ufer; oft ist der Sonnenbrand schon vorprogrammiert. Eines steht jedoch fest, nach einem anstrengenden Wochenende bleibt dem ehrenamtlichen Wettkampfrichter nicht viel Zeit, um sich für die kommende Arbeitswoche wieder zu erholen. Trotzdem ist es eine schöne Erfahrung, neben der Funktion als Aktive und als Trainerin eine Regatta auch aus der komplett anderen Sicht einer Wettkampfrichterin mit zu erleben.

von Jonas Binding

Das Regattaprogramm der Heidelberger Ruderer am kommenden Wochenende kann man mit gutem Recht als Sternfahrt bezeichnen.

Bei der Internationalen DRV-Junioren-Regatta Hamburg gehen am Wochenende der B-Junior Carol Brunold (im gesteuerten Vierer und Achter) sowie die A-Junioren Esther Hennig (im Zweier- und Vierer-ohne-Steuermann), Christopher Herpel (Einer) und Oliver Bassemir (im Zweier-ohne-Steuermann) für den Heidelberger Ruderklub an den Start. Für die A-Junioren sind die Einer- und Zweier-Rennen auf dieser Spitzensportregatta besonders wichtig, da in diesen Bootsklassen die Rangliste ausgefahren und über die Besetzung des Nationalkaders entschieden wird.

Auf der Internationalen Ratzeburger Ruderregatta sind Jan und Falk Hößler von der Rudergesellschaft Heidelberg im Riemen-Zweier sowie im Achter gemeldet; sie starten sowohl im Senior-B-Bereich als auch in der offenen Altersklasse Senior A.

Parallel findet in Ratzeburg der Achter-Sprintcup statt. Als geladene Gastmannschaft kann sich der Studentinnen-Achter des HRK dort die Vorrunde sparen und steigt direkt am Samstag in die Hauptrunde ein.
Ebenfalls auf besondere Einladung wird der Heidelberger Uni-Achter der Männer in Paris starten. Im K.O.-System über 500m gegen die besten Hochschulmannschaften Frankreichs, mit Ziel direkt beim Eiffelturm – wer wäre da nicht gerne einmal dabei.

Last but not least sind auch die jüngsten Leistungssportler des Heidelberger Ruderklub am Wochenende auf fremden Gewässern unterwegs. Um sich für den Bundeswettbewerb (quasi die Deutsche Meisterschaft für Kinder bis 14) Ende Juni in Salzgitter zu qualifizieren, wurden drei Heidelberger Boote zum Nominierungslehrgang nach Breisach eingeladen. Der bereits in Heidelberg siegreiche Jungen-Doppelvierer (12/13 Jahre) wird dort von Moritz Hofherr gesteuert. Der Mädchen-Doppelzweier (13/14 Jahre) mit Margarethe Grupp und Teresa Burgdorf geht wieder an den Start, ebenso wie Benjamin Landis als Leichtgewicht im Einer der Vierzehnjährigen.

Aus Sicht der Organisatoren war die Heidelberger Regatta wieder Erfolg – aufgrund des guten Wetters am Sonntag wurden gegen Ende sogar Würstchen und Getränke knapp. Der Heidelberger Ruderklub konnte an den beiden Renntagen insgesamt 12 Mal am letztes Jahr eingeweihten Siegersteg des Regattaverbands Heidelberg anlegen.

Besonders hervorzuheben sind hierbei die Jungen Konrad Gertz und Paul Brunold, die am Samstag so viel Vorsprung herausfuhren, dass ihnen selbst ein Krebs den Sieg nicht mehr kosten konnte. Am Sonntag gewannen sie knapp aber gut den Finallauf dieses Rennens und etablierten sich so als schnellster Jungen-Doppelzweier (12/13 Jahre). Des weiteren fuhren Konrad Gertz, Paul Brunold und Manuel Böhm ein schönes Samstagsrennen im Einer der 13- bzw. 14-jährigen, bevor sie am Sonntag zusammen mit ihrem „Maschinenraum“ Bastian Faralisch den gesteuerten Doppelvierer deutlich gewannen. Bei den Mädchen kam der Partnerverein SN Perreux im Doppelzweier auf Platz 1 und verwies das Heidelberger Boot auf Platz 2.

unsere B-Juniorinnen in der Saison 2008

Bei den B-Junioren war der Heidelberger Ruderklub besonders stark vertreten und konnte in insgesamt sieben Rennen „Radaddelchen“ errudern. Bei den jungen Damen gewannen sowohl Maria Hünecke und Nathalie Böck, als auch Sophie Micol und Lena Scheurich im Doppelzweier ihre Abteilung. Im Finale mussten sie sich nur einer Renngemeinschaft aus Waldshut/Stuttgart geschlagen geben. Und auch das dritte HRK-Boot in diesem Rennen konnte sich freuen: Lisa Steffens und Allesandra Habicht gewannen am Sonntag mit fast zwei Längen Vorsprung die zweite Abteilung.

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Philipp Thomas und Matthias Müller-Schrader im Leichtgewichts-Einer sowie Antonius Bramm im schweren Einer kamen durch Sieg in ihren Abteilung in die Endläufe der Sonntagsrennen, wo Antonius einen guten zweiten Platz errang.
Der Vierer und Achter der B-Junioren hingegen hatte sich harte Konkurrenz im wahrsten Sinne des Wortes selbst ins Haus geholt: Die jugendlichen Ruderer des Heidelberger Ruderklubs beherbergten für das Regattawochenende ihre direkten Gegner vom Partnerverein Société Nautique du Perreux, denen sie sich am Samstag in einem extrem spannenden wie knappen Rennen mit 40 Zentimetern auf einer Gesamtlänge von 1500 m geschlagen geben mussten. Am Sonntag fuhren die Gastgeber das technisch sauberere aber schwächere Rennen und mussten sich erneut geschlagen geben.

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Bei den A-Junioren gewann Anjali Magin die zweite Abteilung des Sonntagsrennens. Simon Bessler überzeugte in seiner Renngemeinschaft mit Radolfzell und Mannheim im ungesteuerten Leichtgewichts-Doppelvierer und gewann an beiden Tagen, ebenso wie im nur Samstags gemeldeten leichten Doppelzweier (mir Radolfzell). Christopher Herpel gewann mit zwei Sekunden Vorsprung den schweren A-Junioren-Einer.

Die Studentinnen der Universität Heidelberg wurden in diesem Jahr von der Lokalkonkurrenz aus Karlsruhe dominiert. Die HRKlerin und ehemalige Heidelbergerin Vera Dohmen gewann für ihre neue Heimat nicht nur den Frauen-Einer an beiden Tagen, sondern verwies im Doppelzweier und Doppelvierer die Uni-Rudererinnen des Klubs viermal auf den zweiten Platz.

Die von den Zuschauern besonders beachteten Achter-Rennen bekamen am Sonntag spontan „Nachwuchs“: abgesehen von den regulären Rennen starteten als krönender Abschluss in einem Freundschaftsrennen die Boote der Universitäten Heidelberg und Kyoto in gemischter Besetzung; hier stellte sich die Kombination aus Heck-Vierer des Heidelberg-Achters mit Schlaghaus aus Japan als die stärkere Kombination heraus.

Kyoto-Achter auf der Heidelberger Regatta 2008

Im regulären Hochschul-Achter hatte an beiden Tagen die Universität Karlsruhe die Nase vorn, auf Platz zwei kamen jeweils einmal Heidelberg und Kyoto. Unter der Flagge des Karlsruher RV Wiking gewann eine ähnliche Mannschaft auch den Herren-Achter. Den Masters-Achter konnte eine Renngemeinschaft Mannheim / Bingen vor einem Vereinsboot des RC Nürtingen für sich entscheiden.

Text von Jonas Binding, Fotos von Sofia Habicht, Falko Lohberger und Katrin Jörger. Weitere Fotos werden demnächst in der Galerie des HRK erscheinen.

Der Heidelberger Ruderklub ist Ausrichter der diesjährigen, offenen 7er Meisterschaft im Frauenrugby.

Beginn der Veranstaltung: 07.06.2008 um 11:00 Uhr. Ende voraussichtlich 20:00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Gemeldete Mannschaften:

Aachen RugBeez
Germania List
St. Pauli
St. Pauli II
SC Neuenheim
SG Heilbronn/SC Neuenheim
Heidelberger RK
Heidelberger RK II

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