März 2009


von Jonas Binding, Fotos von Falko Lohberger

Eine Luftkastenlänge Vorsprung – mit kämpferischem Endspurt sicherte sich der Studentenachter des Heidelberger Ruderklubs am Ende den Sieg beim Stadtachter-Rennen in Mannheim. Zur Streckenhälfte lag noch der Mannheimer Ruderclub hauchdünn vorn, der sich schon im Vorlauf beeindruckend stark gezeigt hatte. Die HRKler hatten hingegen nur mühsam in ihren Vorlauf gefunden und ihren Ludwigshafener Gegner erst auf der zweiten Streckenhälfte deutlich hinter sich gelassen. Umso größer dann die Freude nach dem Finalsieg, der mit einem Paar Skulls als Preisgeld verbunden war.
Doch nicht nur das Stadtachter-Rennen selbst wurde dieses Jahr für die Nachbarn aus Heidelberg geöffnet. Hinzu kamen noch zwanzig weitere Rennen in anderen Bootsklassen, vom Einer bis zum Achter und von U15 bis in den Senior-A-Bereich, in denen meist zwei oder drei Boote an den Start gingen.

Bei 11 Starts gingen die HRKler hier sieben Mal als Erste durchs Ziel. Maria Hünecke und Alessandra Habicht siegten im Doppelzweier der Seniorinnen B mit drei Bootslängen Vorsprung vor der Mannheimer RG Baden und einem zweiten HRK-Boot; Sophie Micol und Nathalie Böck machten ihnen das Spiel bei den A-Juniorinnen nach. Sophie Micol lag im Einer vor Nathalie Böck (beide HRK) und einer Gegnerin aus Ludwigshafen.

Eine Reihe weiterer Rennen bilden den Metropolregion Rhein-Neckar Cup. In einer Punkte-Wertung, die mit identischen Startbedingungen bei der Herbstsprint-Regatta der Mannheimer RG Rheinau am 18. Oktober fortgesetzt wird, messen sich die Rudervereine der Metropolregion und kämpfen um mehrere Preisgelder.

Für den HRK waren hier Philipp v. Güldenstubbe und Paul Menold sowie David Kulozik und Nico Thünnesen die reinsten Punktejäger. Sie gewannen ihre jeweiligen Läufe im Doppelzweier der Altersklasse Junior B (je 6 Punkte) sowie gemeinsam den gesteuerten Doppelvierer (9 Punkte). Ergänzt um mit Steffen v. Eicke, Samuel Hartwig, Matthias Müller-Schrader und Sebastian Henkelmann sorgten sie im U19-Achter mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg gegen den Mannheimer RV Amiticia für weitere 12 Punkte für den HRK.

Zusammen mit den 12 Punkten aus dem Stadtacher-Rennen liegt der Heidelberger Ruderklub mit 45 Punkten deutlich vor dem Ludwigshafener RV (16 Punkte) sowie den Vereinen aus Mannheim.
“Ergebnisse, Stimmung und Motivation waren sehr gut, die Rennen haben aber auch gezeigt, dass rudertechnisch jetzt fleißig gearbeitet werden muss, um auch woanders vorne mit dabei zu sein,” gab Falko Lohberger zu bedenken. Als Sport-Vorstand des HRK geht sein Blick für die Saison bereits in Richtung baden-württembergische sowie teilweise deutsche Meisterschaft.

Von Christoph Käcker

Die Regattasaison für den Frauen- und Männerachtert des Heidelberg Ruderklubs ist eröffnet. Beim diesjährigen Heineken Cup in Amsterdam gingen der Frauenachter (Katharina Fricke, Stefanie Grund, Marieke Neubauer, Iris Mildenberger, Alice Voelker, Anjali Magin, Anna-Lena Schatten, Katlehn Rodewald, Stf. Kaya Hauck) und der Männerachter (Felix Heimann, Nico Bretz, Felix Klemt, Andreas Dorbach, Benedikt Jammers, Christoph Käcker, Alexander Schuster, Fabian Hanpft, Stf. Daniela Hauck) an den Start um nach der langen Wintersaison den Trainingsstand zu überprüfen und sich die nötige Wettkampfhärte für die Sommerregatten zu holen.

Der Amsterdamer Heineken Cup, der auch die niederländische Regattasaison offiziell eröffnet, fand diesjährig seine 37. Austragung und bildet mit einem Starterfeld von insgesamt über 200 Achtern ein hochklassiges Meldefeld. Die Niederlande präsentierte sich auch durch die sehr hohe Anzahl an Frauenachtern als ein ruderbegeistertes Land. Gestartet wurde bei dem Rudervierkampf samstags über 2500 und 250 Meter und sonntags über 750 und 5000 Meter. Dabei bot Amsterdam eine tolle Kulisse, da besonders bei den Kurzstrecken das Amsterdamer Publikum direkten Kontakt zu den Rennen hatte. Vorbei an Krachten und begleitet von vielen Fahrradfahrern begeisterte dieser Ruderwettkampf über 10000 Zuschauer.

Der Heidelberger Frauenachter, der sich letztes schon für die europäischen Universitätsmeisterschaften in Zagreb qualifizieren konnte, schaffte es noch über die 750 m sich knapp auf den 3. Platz ihrer Division vorzukämpfen und auch im Gesamtklassement mit einer Platzierung im Mittelfeld ihr Potential für die Saison anzudeuten.

Der neuformierte Männerachter um Andreas Dorbach bewies mit einem 6. Platz von 12 Booten in ihrer Abteilung, dass das Projekt einen konkurrenzfähigen Heidelberger Achter aufzubauen, langsam Gestalt annimmt. Gerade über die kürzeren Distanzen war der Männerachter in Schlagdistanz zu Spitze. Jedoch zeigten sich auch noch Schwächen in der aus Studenten bestehenden Mannschaft, die es über die Saison noch abzustellen gilt.

Insgesamt kann man das Auftreten des Heidelberger Ruderklubs jedoch als gelungen bewerten und auf kommende Erfolge dieser Mannschaften hoffen.

HRK-Achter trotzdem vor Karlsruhe

von Jonas Binding, mit Material von Thomas Koch, Simeon Iwantscheff und Stephanie Grund

Mit 420 startenden Achtern ist der „Head of the River“ auf der Themse die größte Achter-Regatta Europas. Aufgrund der guten Platzierung im Vorjahr startete der Studenten-Achter des Heidelberger Ruderklubs in diesem Jahr von Platz 89.

Bei strahlender Sonne und glattem Wasser ging der HRK-Achter mit einem ruhigen aber kraftvollen Streckenschlag ins Rennen. Auf Höhe der Hammersmith-Brücke, die die Zweidrittelmarke der 6,8km langen Rennstrecke darstellt, schloss er zum davor gestarteten Achter auf und lieferte sich einen harten Bord-an-Bord-Kampf. Durch eine Kollision mit den Ruderblättern der aus Henley stammenden Mannschaft waren die Heidelberger gezwungen zu unterbrechen und auf der Außenbahn neu anzufahren, ohne den Vorsprung zu den nachfolgenden, im 10-Sekunden-Rhythmus gestarteten Booten aufzugeben.

Nach dem zweiten, diesmal erfolgreichen Überholversuch erreichten die HRKler mit einer Gesamtzeit von 19min 9,75sec die Ziellinie und damit Platz 105. „Trotz Crash waren wir noch zehn Sekunden schneller als unsere direkten Konkurrenten aus Karlsruhe und Mainz“ freute sich Simeon Iwantscheff, der bereits zum dritten Mal für den HRK in London startete. Eine Differenz, die immerhin 27 Platzierungen ausmachte.

Am Samstag, den 21. März fährt der Heidelberger RK mit seinen Herrenmannschaften zum SC80 nach Frankfurt. Beide Auswahlen der Klubler konnten in ihren letzten Bundesligapartien überzeugen. Jedoch weht ein anderer Wind in der Feldgerichtstraße. Trainer Murray Archibald: „Wir dürfen uns nicht von unseren Siegen der letzten Wochen beflügeln lassen, wir haben bis jetzt nur gegen die momentanen Schlusslichter der Liga gespielt. Wir müssen die Intensität um einiges erhöhen, um Frankfurt zu schlagen.“

Das Hinspiel wurde knapp verloren und der HRK wird alles daran setzen, dieses Ergebnis umzudrehen. „Jedes Team, egal wie gut, macht Fehler sobald sie Druck bekommen. Wir dürfen den Druck nur nicht nachlassen“, ebenfalls Murray Archibald. Der Einsatz des starken 3. Reihe Stürmers Andreas Kerber ist momentan noch fraglich, er kuriert noch seine Krankheit aus. Die Mannschaft ist eingeschworen und jeder brennt darauf, den Frankfurtern 110% entgegenzubringen. Sean Armstrong, Gedrängehalb: „ Ich erwarte ein hartes aber faires Spiel, ich weiß, wir sind bereit! Unsere Vorbereitung ist sehr gut, jeder ist voll bei der Sache. Es wird einen großen Wettstreit geben und ich freue mich darauf.“
Alexander Biskupek

Um 13:00 spielt die 2.te Mannschaft des Klubs gegen den RC Mainz. Die Mainzer sind klare Favoriten, das Hinspiel wurde mit 53 zu 0 in Mainz verloren. Die 2.te Garde des Klubs wird dennoch alles mögliche geben um dieses Spiel zu gewinnen und den vorzeitigen Klassenerhalt in der 2.ten Bundesliga zu schaffen.

Um 15:00 trifft die 1.te Mannschaft des HRK auf den RKH. Die Heidelberger zeigten sich eine Woche zuvor in Berlin beim Aufsteiger RK 03 ungewohnt schwach. Dieses Spiel wurde von Seiten der Trainer und Spieler mit 4 gewonnenen Punkten abgehakt. „Wenn wir oben mitspielen wollen müssen wir uns um einiges steigern“ sagte Trainer Archibald. Nur allzu gut is das Spiel der letzten Saison in den Köpfen der Spieler. Der RKH konnte damals einen Sieg in letzter Minute erringen. Der Klub kann sich diese Woche wieder über seinen wirbelnden Innendreiviertel Pieter Jordaan erfreuen, der letzte Woche aufgrund einer Krankheit ausfiel.

Kapitän Kobus Potgieter: „Wir hatten letzte Woche kein sehr gutes Spiel gegen Berlin. Die Mannschaft hatte eine starke Trainingswoche und konnte die Unstimmigkeiten ausmerzen, ich freue mich auf ein starkes Spiel am Sonntag, und bin optimistisch das wir am Ende als Sieger vom Platz gehen werden.“   

 

Alexander Biskupek

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