April 2009


Der Tabellenzweite der Rugbybundesliga HRK, der zuletzt eine Niederlage gegen den stark aufspielenden SC Neuenheim wegstecken musste, hat nun 4 Wochen spielfrei.

Der 2. Tabellenplatz ist der größte Erfolg, den die Klubler in den letzten 23 Jahren Herrenrugby vorzuzeigen haben, und eigentlich ist das Saisonziel unter den ersten 4 zu sein, schon erreicht. Das Team „Capri Sonne“ bestreitet am kommenden Mittwochabend im Harbigweg ein Spiel gegen die British Army Germany, um sich auf die kommenden Aufgaben in den Playoffs optimal vorzubereiten. Die Gäste um Trainer Philip Davies kommen mit einer Delegation von 40 Personen inklusive Management. Der HRK wird auf die Spieler Sidney Brenner und Arthur Zeiler verzichten müssen, diese jungen Sportler bereiten sich mit der U21 Nationalmannschaft auf die Europameisterschaft in Madrid vor. Es fehlen dem Klub außerdem noch die Spieler Carlo Schmidt und David Huber, die beide einen gebrochenen Knöchel auskurieren müssen. Aber ansonsten kann der HRK aus dem Vollen, schöpfen.

Das Spiel beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Platz 7 beim Juniorentest des deutschen Ruderverbands / HRK auch in Mannheim erfolgreich

von Jonas Binding

Seit drei Wochen erst trainieren sie zusammen, doch bereits diesen Sonntag konnten sie ihren ersten gemeinsamen Erfolg feiern. Die Rede ist von Christopher Herpel vom Heidelberger Ruderklub und seinem neuen Zweierpartner von der Hanauer Rudergesellschaft, die beim Junioren-Test des Deutschen Ruderverbands in Brandenburg an der Havel mit 7 min 38,77 sek überraschend das B-Finale über 200m für sich entschieden und so auf einen sehr guten siebten Platz bei 42 Booten kamen. Gemeinsam mit einer Zweiermannschaft aus Nürtingen erreichten sie darüber hinaus im Vierer-ohne-Steuermann Platz 4 von 11.

Auch der Kurpfalz-Achter auf der 27. Oberrheinischen Früh-Regatta in Mannheim war zur Hälfte mit Ruderklüblern aus Heidelberg besetzt. Mussten sich die B-Junioren am Samstag noch mit sechzehn Hundersteln einer Auswahlmannschaft aus Hessen geschlagen geben, kurbelten sie am Sonntag die Schlagzahl ein deutliches Stück höher und ließen ihre Gegner im Ziel mehr als eine Bootslänge hinter sich. „Da hat einfach die Harmonie im Boot gestimmt“ freute sich HRK-Trainer Matthias Dimanski über seine Nachwuchs-Leistungssportler.

Gleich zweimal kam der gesteuerte Doppelvierer der B-Juniorinnen als Erstes über die Ziellinie; in der Besetzung Sophie Micol, Allesandra Habicht, Maria Hünecke und Nathalie Böck mit Steuerfrau Sophie Klenk setzte sich die HRK-Mannschaft deutlich von ihren Gegnern ab. Nathalie Böck und Marie Hünecke gewannen darüber hinaus ihr Rennen im Doppelzweier.

Bei den Jüngsten durften sich Paul Brunold und Konrad Gertz sogar drei Radaddelchen abholen. Im Doppelzweier der Dreizehn- und Vierzehnjährigen gewannen sie sowohl die Langstrecke über 3 km, als auch ihre beiden Kurzstreckenrennen.


Rasmus Nagel (siehe Bild) gewann ein Rennen im Einer Senior B; im Männer-Doppelzweier mit Oliver Bassemir musste er sich trotz eines fulminanten Endspurts mit dem zweiten Platz begnügen.

Am 1. Mai steht nun für beide Heidelberger Rudervereine erst einmal das Traditionelle Anrudern mit Bootstaufen auf dem Programm. Ab 10 Uhr werden auf der Neckarwiese vor dem HRK je ein Einer, Zweier und Vierer getauft, während in Bergheim die RGH zwei Kinder-Einer tauft und ein zum Renn-Doppel-Fünfer umgebautes Boot seiner neuen Bestimmung zuführt. Ab 11 Uhr können alle Heidelberger dem Schauspiel des Anruderns beiwohnen, bei dem die Bootsflotten beider Vereine gemeinsam von der Alten Brücke flussabwärts in die neue Saison starten.

Am darauf folgenden Wochenende geht dann die Regattasaison in München auf der Olympia-Strecke sowie für die Kinder in Offenbach weiter.

 Die Partie hätte auch im Schwimmbad ausgetragen werden können. Nach zweieinhalb Tagen Dauerregen in Heidelberg hieß es „Land unter“ auf dem Sportplatz des HRK. Auch die Begegnung HRKII gegen MRFC, welche München mit 3:5 für sich entscheiden konnte, tat den Platzverhältnissen nicht gut – zumal unmittelbar vor der ersten Mannschaft gespielt wurde.

Die enge kampfbetonte Partie wurde vom Jungschiedsrichter Florian Forstmeier souverän geleitet, an der Line unterstützt von Becker und Ruhrländer – ein Trio, das sich für weitere Aufgaben in dieser Konstellation empfiehlt.

Schon nach 7 Minuten kam der BRC durch Freund zu einem schönen Versuch nach Abstimmungsfehlern in der HRK- Verteidigung, die Erhöhung gelang zum 0:7 für den BRC. Das  Spiel war sehr sturmlastig, was auf die Platzverhältnisse zurückzuführen war. Dennoch gelang es beiden Mannschaften, einige Angriffe mit den schnellen Hintermannschaften zu starten, die leider meist mit einem Vorwurf aufgrund des nassen Balles endeten.

Der HRK kam in Minute 30 und Minute 33 durch 2 getretene Strafstöße auf 6:7 heran. In der 38. Minute konnte Freund für Berlin noch einen „drüber setzen“, so dass der BRC mit 6:10 führte, was auch gleichzeitig der Halbzeitstand war.

Nach der Halbzeit kam der HRK mit 2 Straftritten in der 40. und 41. Minute noch zu 6 Punkten. So stand es in Minute 42 nun 12:10 aus Sicht des Klubs, daran änderte sich auch nichts mehr.

Das Spiel war dennoch sehr ansprechend, fair und spannend, wobei leichte Vorteile beim HRK lagen. Auf Seiten des BRC glänzten um den Verbinder Grzanna noch die Spieler mit der Rückennummer 8 und 9. Auf Seiten des Klubs überzeugten Armitage, Liebig, Brenner und Zeiler.

Dieses Spiel ist für den HRK ein Spiel bei dem es um viel geht, denn sollte der Klub gewinnen, hätte man sich vorzeitig das Heimrecht für die Playoffs gesichert und könnte relaxter in das Spiel gegen SCN gehen. Es wird ein schwerer Brocken, so haben diese Berliner in der Rückrunde eine Serie hingelegt, von der man nur träumen kann. Allerdings hat auch der HRK bis auf das Gastspiel in Frankfurt alle Spiele in der Rückrunde für sich entscheiden können und ist sich darüber im Klaren, dass Berlin unbedingt einen Sieg einfahren muss, um am Ende auf dem 4. Platz zu stehen. Es verspricht ein heißer Tanz zu werden am Samstag, auch Trainer Archibald hat seine Mannschaft im Team – Meeting darauf hingewiesen, wo und wie die Berliner zu spielen sind. Erfahrungsgemäß sind die Hauptstädter auswärts etwas schwächer als auf dem eigenen Platz, aber damit rechnet für Samstag keiner. „Die Berliner haben Blut geleckt und sind nur durch mannschaftliche Geschlossenheit und 150 %igen Einsatz zu bezwingen.“ stellte Kapitän Potgieter fest.

 

Das Vorspiel macht um 13:00 Uhr der 2. Anzug des Ruderklubs gegen den München RFC die bekanntlich auswärts auch nicht so stark sind wie zuhause.
Allerdings kann der Ruderklub nach dem gestrigen Sieg gegen den HTV/SCN beim Heidelberger Derby in der Englischen Woche auf 2 Akteure nicht mehr zurückgreifen.
Carlo Schmidt und David Huber haben sich beide in dieser Woche schwer am Fuß verletzt und fallen auf unbestimmte Zeit aus, auch die Sportabiturienten Klatt, Paddy und Schefczig sowie einige andere angeschlagenen Spieler kann der Klub nur schwer ersetzten. Jedoch gilt es, den Aufwärtstrend der vergangenen 3 Spiele weiter aufrechtzuerhalten, um sicher nicht in Abstiegsgefahr zu kommen!