Juni 2009


Duisburg. (jb) Vizemeister im Leichtgewichts-Doppelvierer, Platz Vier im leichten Doppelzweier – Simon Bessler konnte sich zu Recht über sein Abschneiden bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Duisburg freuen. „Der Doppelzweier war dieses Jahr ein extrem hochkarätig besetztes und damit schnelles Rennen. Simon und sein Partner Silver Mikk sind ein sehr gutes Rennen gefahren“, freute sich HRK-Trainerin Julia Bruch. Auch im Doppelvierer schmecke die Silbermedaille umso süßer, da die Hamburger, die als einziges Boot vor der Renngemeinschaft des Heidelbergers ins Ziel gingen, sich den Sieg durch Verzicht auf Starts im Zweier und Einer erkauft hatten.

Der zweite Star des Heidelberger Ruderklubs war eindeutig die B-Juniorin Franziska-Maria Huenecke. Bei ihren ersten Deutschen Jahrgangsmeisterschaften startete die Sechszehnjähirge im Einer, qualifizierte sich durch Vorlauf und Sieg im Halbfinale für das Rennen der besten Sechs und erreichte mit nur einer Viertelbootslänge hinter der Zweitplatzierten die Bronzemedaille (Foto siehe rudern.de). „Fünf Zehntelsekunden – das macht auf den 1500 Metern gerade mal drei nicht ganz so konsequente Schläge aus – von immerhin 180!“ rechnete der Sportverantwortliche Dirk Faralisch vor. Auch Trainer Matthias Dimanski zeigte sich stolz über die Leistung seines Schützlings: „dass wir als normaler Verein mit Ruderinnen mithalten können, die an Bundes- oder Olympiastützpunkten von hauptamtlichen Trainern betreut werden, ist schon toll“.

Lange Gesichter gab es hingegen bei Christopher Herpel vom HRK und seinen Bootskollegen im Vierer (17-18 Jahre) sowie im Achter. Nach einer Kollision mit der Bojenkette fand der ungesteuerte Vierer im Finale nicht wieder richtig ins Rennen zurück und erreichte letztlich den vierten Platz. Das Rennen galt als besonders schwer umkämpft, hätte ein Sieg doch die direkte Qualifikation für die Junioren-WM in Frankreich bedeutet – für das bis dahin schnellste deutsche Boot durchaus ein realistischer Traum.

Auch im Achter standen die Zeichen nicht optimal für Christopher Herpel, nachdem sich die Bootsbesetzung noch in letzter Minute geändert hatte. Eine Bootslänge hinter den Medaillenplätzen ging seine Mannschaft als fünfte durchs Ziel.

Über die Starts der Heidelberger B-Junioren im Vierer gingen im Vorfeld die Meinungen auseinander. Während der Verein seine Ruderer Philipp von Güldenstubbe, Nicolas Thünnesen, David Kulozik und Paul Menold mit ihrer Steuerfrau Lena Scheurich gerne als reines HRK-Boot auf die Deutsche Meisterschaft geschickt hätte, versuchte der Landestrainer durch Renngemeinschaften im gesteuerten sowie ungesteuerten Vierer schnellere Boote zusammenzusetzen. Die Medaillenhoffnungen wurden jedoch mit einem fünften und einem vierten Platz letztlich nicht erreicht. Im Achter, wo die fünf in Renngemeinschaft mit dem Mannheimer Regatta-Verein gewissermaßen als Regional-Auswahl gegen verschiedene Landesauswahlen antreten mussten, fuhren die HRKler ein gutes Rennen; trotzdem reichte es am Ende nur für Platz 5.

Nach verschiedenen Schwierigkeiten im Laufe der Saison zeigte Esther Hennig nach ihrem Sieg im Hoffnunglauf auch im Finale des A-Juniorinnen-Einers, was sie mit konsequentem Training aus sich herausholen kann. Hinter ihrer früheren Zweierpartnerin Jenny Medow erreichte sie im Finale den vierten Platz.

Duisburg. (jb) Bei den deutschen Jugendmeisterschaften im Rudern in Duisburg wurde Simon Bessler vom Heidelberger Ruderklub Vizemeister 2009 im Leichtgewichts-Doppelvierer und zeigte damit, dass die Titelverteidigung mit seiner neuen Renngemeinschaft durchaus im Bereich des Möglichen gelegen hatte.

Auch seine Vereinskollegin Franziska-Maria Huenecke ruderte sich aufs Treppchen – sie lag im Einer der B-Juniorinnen nach 1500m nur fünf Zehntelsekunden hinter ihrer Gegnerin aus Magdeburg und darf sich über Bronze freuen.

Einen ausführlicheren Bericht finden Sie hier.

von Jonas Binding

Duisburg. Neun Finalteilnahmen am morgigen Sonntag, das ist die stolze Bilanz des Heidelberger Ruderklubs nach den Halbfinals bei den Deutschen Jugendmeisterschaften sowie den Jahrgangsmeisterschaften U17 in Duisburg. Mit 9 Ruderern hatte der HRK in zehn Booten bzw. Renngemeinschaften gemeldet.

Um mehr als „nur“ den Jugendmeistertitel geht es dabei für Christopher Herpel, der durch einen Sieg im ungesteuerten Vierer noch die Chance hat, sich für die Junioren-Nationalmannschaft und damit die WM in Frankreich zu qualifizieren.

Nathalie Böck musste aufgrund einer Verletzung den Hoffnungslauf des Juniorinnen-B-Einers absagen, während ihre Vereinskollegin Maria Huenecke sich nach einem guten Vorlauf als Halbfinal-Siegerin für das A-Finale qualifizierte.

A-Juniorin Esther Hennig empfahl sich durch Sieg im Hoffnunglauf für ihr Finale im Einer, während Simon Bessler im leichten Doppelzweier der A-Junioren ein Halbfinale zu absolvieren hatte. Mit Platz Zwei ist auch er unter den besten Sechs. Zusammen mit seinem Zweierpartner aus Erlangen und zwei Frankfurtern startet er darüber hinaus im Doppelvierer, wo aufgrund von exakt 6 Bootsmeldungen die Verteidigung seines Meistertitels vom Vorjahr nur ein einziges 2000-Meter-Rennen entfernt liegt.

Auch die B-Junioren David Kulozik, Paul Menold und ihre Steuerfrau Lena Scheurich können sich über zwei Finalteilnahmen freuen – im gesteuerten Riemen-Vierer qualifizierten sie sich über Vor- und Hoffnungslauf, während im Achter, wo sie neben Ruderern aus Mannheim und Ulm auch HRKler Philipp von Güldenstubbe unterstützt, wiederum keine Qualifikation notwendig war.

Nicolas Thünnesen kämpft im ungesteuerten Vierer in einer Renngemeinschaft mit Ulm, Cannstatt und Überlingen um einen Meistertitel.

„Wir haben hier bisher in allen Rennen ein hohes Niveau gesehen – das wird in den Finals mehr als eng“, zeigte sich Trainer Matthias Dimanski vom Leistungsspektrum der Konkurrenz beeindruckt. Gleichzeitig rechnet er sich durchaus Medaillenchancen für den Ruderklub aus: „das wird am Ende von der Tagesform abhängen.“

von Simeon Iwantscheff

Der Greifensee bei Zürich bot am Wochenende den Rennruderern des Heidelberger Ruderklubs Gelegenheit, sich mit der schweizerischen Konkurrenz zu messen. Noch am Vorabend aufgewühlt, zeigte sich der langgezogene See im Schatten der aufsteigenden Berglandschaft am ersten Tag der Regatta von seiner sanften Seite.

Mit einem Vorsprung von vier Bootslängen eröffnete Bastian Faralisch bei besten Bedingungen den insgesamt starken Auftritt des HRK. Er siegte im Einer der 13/14-Jährigen souverän vor den schweizerischen Kontrahenten. Auf seinen Auftritt bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften darf man gespannt sein. Dem Erfolg schloss sich Bastians Vater Dirk Faralisch im Rennen über die 1000 Meter an und ließ die komplette Gegnerschaft mit 12 Sekunden Vorsprung hinter sich.

Ebenfalls am Siegersteg durften die Schützlinge des Juniorentrainers Tobias Binder anlegen. Alessandra Habicht und Sophie Micol errangen einen Start-Ziel-Sieg im Doppelzweier der B-Juniorinnen.

Im ersten Rennen über die olympischen 2000 Meter mussten Fabian Hanpft und Simeon Iwantscheff der Streckenlänge, die auch für den erfahrenen Ruderer immer wieder eine Herausforderung darstellt, Tribut zollen, belegten aber einen soliden dritten Platz im leichten Männer Doppelzweier.

Für das Elite Männer Achter Rennen hatte der Züricher Regatta-Verband, aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens mit einem Preisgeld von 3000 Schweizer Franken dotiert, hochkarätige internationale Mannschaften angelockt.
Die Entscheidung im heiß umkämpften Rennen fiel erst in einem Herzschlagfinale. Über die gesamte Distanz entwickelte sich ein erbitterter Zweikampf zwischen Heidelberg und dem ewigen Konkurrenten Karlsruhe. Um einen Wimpernschlag lag Karlsruhe im Ziel vor dem Heidelberger Boot, das sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben musste.
Am Sonntag jedoch gelang die Revanche in einem kampfstarken Auftritt des Achters, der Trainer Falko Lohberger für das nächste Aufeinandertreffen mit den Karlsruhern, nämlich auf den deutschen Hochschulmeisterschaften, zuversichtlich stimmte. Dass an diesem Tag zwei hochkarätig besetzte schweizer Auswahlmannschaften vor dem Heidelberger Boot lagen, konnte die Mannschaft um Schlagmann Felix Heimann angesichts dieses Saisonzieles verschmerzen.

Mit einer deutlichen Leistungsteigerung am Sonntag verbesserte sich der neuformierte Leichtgewichtszweier der sechzehnjährigen Junioren von Platz 4 vom Vortag auf Platz 2.

Als Einziger konnte Dirk Faralisch am Sonntag seinen Sieg vom Vortag wiederholen und stellte damit seine Form für die Landesmeisterschaften Baden-Württemberg in einigen Wochen unter Beweis.

Auf dem Weg zu den großen Wettkämpfen des Sommers war das Wochenende auf dem Greifensee für die Heidelberger Ruderer ein gelungenes Etappenziel.

U14
Stehend von links nach rechts:
R. Lorusso (Trainer), S. Schuster, S. Klokoci, M. Spieß, J. Morton, E. Aydrin, F. Bachmann, F. Lorusso, J. Jansen, E. Sabery, Ph. Heede, M. Treiber, A. Hohl (Trainer)
Kniend von links nach rechts:
F. Rack, K. Bachmann, J. Heede, B. Kaslar, Y. Schuster, S. Ülnlü, Ch. Metzger
Liegend von links nach rechts:
N. Hohl und J.J. Stone

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