Oktober 2011


Am 22.10.2011 war der Heidelberger RK Gastgeber des Regionalligatuniers. Diese Sportveranstaltung ist Teil der 7er – Serie, bei der in 6 Wettkämpfen die Plätze innerhalb der Liga Süd ausgespielt werden, wobei sich die ersten drei für das Finale qualifizieren. Dort misst man sich mit den ersten drei der anderen Ligen (Nord, Ost und West) um den Deutschen Regionalligameister auszuspielen.

Zu diesem Event hatten wir die tschechische Nationalmannschaft eingeladen, die dazu bereits am Freitag zu einem gemeinsamen Training angereist war, in dem verschiedene Angriffsformen in Einzelübungen einzustudiert und in Spieleinheiten vertieft wurden. Danach war Niall in seinem Irish Pub & Hotel ein guter Gastgeber. Beim Essen wurden auch die tschechischen Spielerinnen in ihre Gastfamilien „aufgeteilt“. Müde und satt fielen alle ins Bett, schließlich waren am Samstag nach dem binationalen Aufwärmen die Spiele zu bewältigen. Neben den regulären Ligateams von der Spielgemeinschaft Heilbronn/SCN, den beiden Münchner Vereinen (MRFC und Studentenstadt), der Spielgemeinschaft Karlsruhe/Freiburg, dem Stuttgarter RC und dem RC Ingolstadt stellte die HRK – Mädels zwei Teams, um unseren Gästen ausreichend Spiele zu ermöglichen. Beide Klubteams schlugen sich im Teilnehmerfeld hervorragend. Das 2. Team musste sich nur der Tschechinnen geschlagen geben. Das Ligateam ging ungeschlagen aus dem Wettkampf.

Ergebnisse:
Spiel Heimteam Gastteam Ergebnis
01 SG Heilbronn / SCN Heidelberger RK I 0:31
02 München RFC StuSta München 12:7
03 Heidelberger RK II tschechische Nationalteam 0:31
04 SG Freiburg / Karlsruhe München RFC 5:15
05 SG Heilbronn / SCN StuSta 27:5
06 Heidelberger RK II München RFC 27:0
07 SG Freiburg / Karlsruhe SG Heilbronn / SCN 0:22
08 StuSta München Stuttgarter RC 10:10
09 tschechisches Nationalteam Heidelberger RK I 0:20
10 SG Freiburg / Karlsruhe RC Regensburg 0:10
11 Heidelberger RK I Stuttgarter RC 31:0
12 tschechische Nationalteam RC Regensburg 54:0
13 SG Freiburg / Karlsruhe Heidelberger RK II 0:41
14 Stuttgarter RC RC Regensburg 15:5

Direkt nach dem Turnierende stellten sich die Zebras noch zu einem Freundschaftsspiel gegen die Tschechinnen im 10er – Modus. Auch hier behielt der Klub mit 10:20 die Oberhand. Müde und ausgelaugt aber glücklich über die absolvierten sportlichen Herausforderungen schauten sich alle das Stadtderby der Herrenbundesliga zwischen dem Heidelberger RK und der RG Heidelberg an, wobei die Männer den sportlichen Erfolg mit einem 45:5 komplettierten.

Am Abend machten die Mädels noch ein wenig die Stadt unsicher, bevor wir uns alle am Sonntag zum Public Viewing des Rugbyworldcups im Klubhaus trafen. Der Abschied fiel uns dann nicht ganz so schwer, wurde doch ein Gegenbesuch für das Frühjahr 2012 und zu den Prag 7s im Sommer vereinbart.

Nebenbei: Neuseeland wurde mit einem 8:7 gegen unseren Nachbarn Frankreich zum zweiten Mal nach 1987 Weltmeister.

Wir möchten uns als Team und Verein bei den Tschechinnen ganz herzlich bedanken, dass sie der Einladung folgten und die weite Reise von Prag aus antraten. Wir wünschen ihnen bei den anstehenden Wettkämpfen viel Erfolg, so dass wir sie in der nächsten Saison im 7er-Frauenrugby im europäischen Oberhaus begrüßen können.

Auch Niall zollt Dank und Respekt, der es uns kurzfristig ermöglicht hat mit so vielen Spielerinnen bei ihm zu Gast zu sein. Das Essen war hervorragend.

Auch dem Frauenförderverein sei gedankt. Das Gastgeschenk kam super an

Liebe Klubmitglieder,

heute geht es um

Bootshaustag diesen Samstag, den 15. Oktober
Kurzbericht des Präsidenten
Leitungsteam der Rugbyabteilung komplett
Glückloser Turnierverlauf für die U10 des HRK in Worms
Frauenbundesliga ASV Köln gegen HRK 0:136
Heidelberger Ruderklub auf Langstreckenregatta erfolgreich
Bastian Faralisch beim Baltic-Cup
Ergebnisse Sprintmeisterschaft

Zuerst jedoch ein Hinweis in eigener Sache: leider schaffe ich es
derzeit nicht, mich ausreichend um diesen Newsletter zu kümmern und
bitte Sie für die lange Pause um Entschuldigung!

In Zukunft wechsle ich mich beim Versand mit Dominik Frank ab, unserem
Webmaster. Material für den Newsletter daher in Zukunft NUR NOCH an
newsletter@heidelberger-ruderklub.de ! Wir werden versuchen,
mindestens zwei NL pro Monat sicherzustellen; Redaktionsschluss ist
hierfür jeweils der 1. sowie der 15. eines Monats.

Jonas Binding (VP Öffentlichkeitsarbeit)

Bootshaustag am Samstag, den 15. Oktober

Neben verschiedenen Aufgaben im Bootshaus (Auf- und Umräumen, Säubern,
…) wollen wir unsere Boote durchsehen und eine Reparaturliste mit
dem Materialbedarf für einen anschließenden Bootetag im November
erstellen.

Wir treffen uns um 10:00 Uhr am Bootshaus. Für die Mitwirkung werden
Arbeitsstunden angerechnet, bis ca. 12:30 Uhr wollen wir fertig sein.
Für eine kleine Stärkung zur Mittagszeit ist gesorgt.

Michael Stittgen
VP Verwaltung

Kurzbericht des Präsidenten

Unser Vereinspräsident Holger Xandry bittet, “die Mitglieder darüber
zu informieren, dass wir mit drei Schreiben an die Stadt auf die
Gänsekotsituation hingewiesen und Maßnahmen eingefordert haben. Dass
wir in Besen und Schläuche investiert haben, um die Pritsche besser
reinigen zu können und wo sich diese befinden (Besen links beim
Treppenaufgang, Schlauch Halle 2 neben dem Hallentor, Anschluss auf
der Neckarwiese beim Fahnenmast.

Und dann noch eine Info, wir haben das Verkehrsamt wegen der
Verkehrssituation vor dem Bootshaus und zur Sicherheit besonders
unserer vielen Kinder und  Jugendlichen um einen Zebrastreifen und
eine bessere Ausschilderung der 30 Zone gebeten.”

Holger Xandry
- Präsdent -

Leitungsteam der Rugbyabteilung komplett

In der Sitzung der Rugbyabteilungsleitung am 22.9.2011 fand eine
Ergänzungswahl statt. Sie war notwendig geworden, weil sich bisher
kein Mitglied der Abteilung bereit erklärt hatte, die Funktion des
Pressebeauftragten zu übernehmen. Der Abteilungsleiter hatte diese
Arbeit „mitgemacht“ – ein Zustand, der ihm auf Dauer nicht zumutbar
war.  Alfred Janson sei für diese zusätzliche Arbeit  herzlich
gedankt. Zu erwähnen ist, dass er bisher nicht nur als
Abteilungsleiter und kommissarischer Pressebeauftragter tätig war,
sondern auch, dass er zusammen mit Thomas Bieringer  das Training der
Frauenmannschaften leitet.

 Als Pressebeauftragter wurde Werner Ott gewählt. Die einzelnen
Funktionen in der Abteilungsleitung sind damit vollständig besetzt:

 Abteilungsleiter: Alfred Jansen
 Stellv. Abteilungsleiter: Tobias Engels
 Schriftführer: Wolfgang Mund
 Sportkoordinator: Alexander Wiedemann
 Leiter Jugendabteilung: Roy Francis
Finanzen:  Nina Kropp und Svetlana Hess
Immobilie:  Manfred Heede, Herbert Boyne, Malte Bieringer
Presse: Werner Ott
Veranstaltungen: Stefan Laier, Anke Stone, Heike Lauer, Ingrid Jansen
Ständiger Gast: Uwe Treiber

Glückloser Turnierverlauf für die U10 des HRK in Worms

Voller Vorfreude auf unser erstes Turnier in der Saison 2011/12
stiegen wir -  die U8, U10 und U12 des HRK in den Linienbus, der uns
nach Worms bringen sollte.

Die U10 – Mannschaft bestand leider nur aus sechs anstatt der
benötigten acht Spielern. Unserem Team standen durch den Papstbesuch
und durch einen Geburtstag drei Spieler nicht zur Verfügung. Bei der
U8 waren erfreulicherweise acht statt der benötigten sechs Spielern
mitgereist. Bei derU-12 waren 10 von 10 Spielern dabei.

Bei herrlichem Herbstwetter und guter Laune wurden die Mannschaften
gemeldet. Der HRK ging für die

U10- Mannschaft eine Gemeinschaft mit den Platzherren ein. Drei
Wormser Spieler wurden in Capri Sonne Trikots gesteckt und wir
spielten als Piratenteam HRK-Worms. Im ersten Spiel gegen den sehr
starken SCN mussten wir sehr viele Federn lassen. Dadurch wurde unsere
neue Spielgemeinschaft  auf eine harte Probe gestellt.

Mit  hängenden Köpfen gingen wir in unser zweites Spiel gegen die
andere Piraten-Mannschaft bestehend aus dem TSV und Karlsruhe. Nach
einem frühen Versuch der Gegner konnten wir schnell ausgleichen. Das
gab einen Motivationsschub und wir gingen vor der Halbzeit in Führung.
Nach der Halbzeit konnten wir und die Gegner noch jeweils einmal in
das gegnerische Malfeld eintauchen. Ein Sieg des HRK-Worms-Teams, über
den sich aber so gut wie niemand freuen konnte, da sich in der letzten
Spielminute ein Spieler der HRK den linken Unterarm brach.

Mit diesem Schock in den Gliedern spielten wir noch gegen die RGH und
1880 Frankfurt. In beiden Spielen konnten wir ein bzw. zwei Versuche
legen, verloren diese aber trotzdem. Zuviel Eigensinn, zuwenig
Teamspiel gepaart mit nicht Takeln waren die Gründe, weshalb wir zu
viele Gegenversuche bekommen haben.

Die Wormser Spieler haben gut verteidigt, auch der eine oder andere
HRKler hat erkennen lassen, dass sie Spaß am Spiel hatten und die
Dinge, die wir im Training gemacht auch verstanden haben.

Die U-8 hat 5 Spiele gespielt und 6 Versuche gelegt. Für viele der
U-8er war es das erste Turnier und man sieht, dass sie alle Spaß
haben. Betreuer für die U8 war an diesem Tag Peter Zeh, da Anjo und
Alysha verhindert waren.

Die U12 gewannen leider keines ihrer 4 Spiele konnten aber immerhin 5
Versuche legen. Betreuer für die Kinder an diesem Tag waren Tobias
Bachmann aus der U18 und Svetlana Hess aus der Frauenmannschaft, die
beide den verhinderten Andy Treiber ersetzten.

Ein besonders herzlicher Dank geht an alle Eltern, Geschwister,
Freunde und Verwandte, die dabei waren und uns unterstützt haben
besonders als es nötig war! Mit einer solchen Unterstützung im Rücken
sehe ich gelassen den nächsten Turnieren entgegen.

Hans Brauner

Frauenbundesliga ASV Köln gegen HRK 0:136

Am 24.09. waren die HRK Mädels zu Gast beim ASV Köln. Nach einer
kurzen Odyssee durch Köln trafen wir pünktlich um 13:00 Uhr zum
Anpfiff ein. Aufgrund der Verspätung wurde sich darauf geeinigt, den
Spielbeginn 20 Minuten zu verschieben.

Die Rheinländerinnen konnten verletzungsbedingt dieses Mal nur mit 10
Feldspielerinnen antreten. Nach kurzer Aufwärmphase erwischte das Team
“Capri Sonne” einen Traumstart. Die Kölnerinnen kickten an, der Ball
wurde gefangen, auf Außen gespielt und zum Versuch abgelegt. Diesem
sollten in dieser Partie noch 21!! folgen, von denen 13 zum Endstand
von 0:136 aus Sicht der Gastgeber erhöht wurden.

Der Kölner Sturm konnte über weite Strecken mit den Zebras mithalten
und brachte das Ei ein um das andere Mal gefährlich in die 22 m-Linie
der Gäste. Doch dort verlor man die “Quetsch”, wobei die
Hintermannschaft des HRK dann ihre Schnelligkeit und Wendigkeit voll
zur Geltung brachte. Die Kölner Abwehr war damit heillos überfordert.

Beim Spielstand von 0:69 zur Halbzeit wurden alle
Ergänzungsspielerinnen eingewechselt, was den Spielfluss jedoch nur
kurzfristig hemmte. Besonders hervorzuheben waren die Toptryscorerin
Alysha Stone (6 Versuche) und die quirlige Jana Eisenbeiß, die von der
rheinischen Verteidigung nie in den Griff zu bekommen waren. Seyma
Ünlü gelang nach ihrer Einwechslung das Kunststück innerhalb von 5
Minuten einen Hattrick zu erzielen.

Die Kölnerinnen zeigten sich im Anschluss als gute Verliererinnen und
bewirteten uns hervorragend.

Alfred Jansen

Heidelberger Ruderklub auf Langstreckenregatta erfolgreich

Am vergangenen Wochenende hat eine Mannschaft des Heidelberger
Ruderklubs bei einem Langstreckenruderrennen im schweizerischen Genf
einen beachtlichen 2. Platz belegt und musste sich lediglich einer
Renngemeinschaft aus Mainz, Karlsruhe, Stuttgart und Hamm geschlagen
geben. Bei der „Tour Du Lac Léman par L’Aviron“ besteht die Aufgabe
darin, den Genfer See in einem gesteuerten seetauglichen Doppelvierer
ohne Unterbrechung einmal zu umrunden. In Zahlen bedeutet das: 5
Ruderer, 160 km, knapp 12 ½ Stunden. Dabei wechselt man sich mit
rudern und steuern ab, so dass jeder Ruderer nach 2 Stunden etwa 30
min pausieren kann. Für den Heidelberger Ruderklub traten bei der 39.
Ausgabe der Veranstaltung Alexander Schuster, Christopher Herpel, Jens
Hottendorf, Jonas Tesarz und Thomas Koch an. „Richtig entspannend ist
der Steuerplatz allerdings nicht“, berichtet Thomas Koch, „denn man
muss neben essen und trinken auch den richtigen Kurs treffen“. In der
Tat stellt ein Wettkampf wie die „Tour Du Lac Léman“, vielfach auch
als Königin der Rudermarathonregatten bezeichnet, Anforderungen an die
Teilnehmer, die über die rein körperliche Beanspruchung hinausgehende:
Neben der Physis sind Navigationskünste und vor allem die psychische
Stärke sowie der Teamgeist entscheidend. „Raum und Zeit erhalten nach
den ersten 40 km eine ganze andere Bedeutung,“   beschreibt Jens
Hottendorf das Gefühl auf der Strecke. Erfahrung spielt hierbei
natürlich eine herausragende Rolle, und die konnte die spätere
Siegermannschaft bei optimalen Wetterbedingungen glänzend ausspielen.
Sie unterbot ihren eigenen Seerekord noch mal um rund 12 Minuten. Umso
mehr Respekt der übrigen Mannschaften brachte den Neulingen aus
Heidelberg ihr 2. Platz in dem 23-Boote-Feld ein. Mit 12 Stunden und
26 Minuten waren sie das schnellste Vereinsboot und gewannen zudem die
„Novizen“-Wertung. Angesichts d! er mit e inem solchen Wettkampf
verbunden Schmerzen und Qualen erscheint allerdings die Frage von
Christopher Herpel kurz nach der Zielankunft durchaus erlaubt: „Warum
tut man sich sowas eigentlich an?“

Thomas Koch

mehr zur Regatta auch unter
http://www.rudern.de/nachricht/news/2011/09/28/39-defi-hyposwiss-tour-du-leman-a-laviron/

Bastian Faralisch beim Baltic-Cup

Der junge HRK-Ruderer Bastian Faralisch war durch den Deutschen
Ruderverband für den „Baltic Cup“ in Trakai (Litauen) nominiert
worden. Hier traf er auf die besten Nachwuchsruderer aus Litauen,
Estland, Lettland, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Polen und
Russland.

Über einen Vorlauf, in dem Bastian Faralisch den 2. Platz hinter Polen
erreichen konnte, qualifizierte er sich in der 2000-Meter-Wertung für
das erste Finale. Für Bastian typisch, ging er das Rennen offensiv an
und versuchte sich in der Spitze festzusetzen, die 500m Marke
überquerte er an 2. Stelle hinter Russland und vor Polen. Der Pole
startete in diesem Jahr bereits bei den A-Junioren in München und der
Russe war in diesem Jahr bereits Teilnehmer der
Junioren-Weltmeisterschaft.  An der 1000m Marke schob sich der Pole an
die 2. Position, knapp vor Bastian. In dieser Reihenfolge wurde auch
die 1500m Marke passiert, ehe der Pole in einen packenden Endspurt auf
den letzten Metern an dem Russen vorbeischob und so das Rennen
gewinnen konnte. Bastian belegte so einen hervorragenden 3. Platz.

Auf der Sprintdistanz von 500m belegte Bastian im Vorlauf den 2. Platz
und qualifizierte sich wiederum für das erste Finale. In einem äußerst
packenden Rennen belegte Bastian hinter Russland, Lettland und Litauen
und vor dem 2000-Meter-Sieger aus Polen, einen hervorragenden 4.
Platz.

„Mit diesem Ergebnis sind wir absolut zufrieden“ freute sich Trainer
und Vater Dirk Faralisch. „Bastian hat seine selbst gesteckten Ziele
für diese Saisonerreicht. Er wollte Deutscher Meister im Einer werden
um hier auf dem Baltic Cup im Einer, der am härtesten umkämpften
Bootsklasse, und für Deutschland im Nationaltrikot starten zu können“.

Dirk Faralisch

Den vollen Artikel finden Sie hier:
http://www.heidelberger-ruderklub.de/2011/10/erfolgreiches-saisonfinale-fur-bastian-faralisch-im-nationaltrikot

Ergebnisse Sprintmeisterschaft

Bei der 15. Deutschen Sprint-Meisterschaft in Mannheim holte der
Heidelberger Ruderklub zwei dritte Plätze über die 350-Meter-Strecke.
Die B-Junioren Jan Scholl, Jannik Stegen, Malte von Eicke und Konrad
Gertz holten ihr Edelmetall im Doppelvierer mit ihrem Steuermann
Benedikt Folttmann. Im Mixed-Doppelvierer machten es ihnen Teresa
Thielker, Caroline Böck, Max Krüger und Manuel Böhm nach, im
Steuersitz auch hier Benedikt Folttmann. Die Achtermannschaften des
HRK mussten dieses Jahr auf der Sprintmeisterschaft hinter etablierten
Bundesligamannschaften zurückstecken.

Viele Grüße
Jonas Binding
Heidelberger Ruderklub 1872 e.V.

Heidelberg / Trakai Litauen. (DF) Der junge HRK-Ruderer Bastian Faralisch wurde aufgrund seiner herausragenden Leistungen während der Saison 2012 und seinem Sieg im Juni bei den Deutschen Junioren Meisterschaften im Einer der 15 / 16jährigen, durch den Deutschen Ruderverband für den „Baltic Cup“ nominiert. Hier trafen sich die besten Nachwuchsruderer aus Litauen, Estland, Lettland, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Polen, Russland und Deutschland aufeinander.

26 Stunden dauerte die Anreise von Heidelberg über Berlin, von hier aus mit dem Reisebus und den 37 köpfigen Mannschaft weiter bis Trakai in Litauen. Samstags wurde erstmals über die „olympische Distanz“ von 2000m gerudert. Bastian kannte seine „Rennstrecke“ bisher nur in seiner Altersklasse über 1500m. Die 2000m waren so ungewohnt lang. Über einen Vorlauf, in dem er den 2. Platz hinter Polen erreichen konnte qualifizierte er sich für das erste Final. Dies wurde 4 Stunden nach dem Vorlauf ausgefahren. Für Bastian typisch, ging er das Rennen offensiv und versuchte sich in der Spitze festzusetzen, die 500m Marke überquerte er an 2. Stelle hinter Russland und vor Polen. Diese beiden Ruderer verfügten, bereits über Erfahrungen mit der 2000m Strecke. Der Pole startete in diesem Jahr bereits bei den A-Junioren in München und der Russe war in diesem Jahr bereits Teilnehmer der Junioren-Weltmeisterschaft. An der 1000m Marke schob sich der Pole an die 2. Position, knapp vor Bastian. In dieser Reihenfolge wurde auch die 1500m Marke passiert, ehe der Pole in einen packenden Endspurt auf den letzten Metern an dem Russen vorbeischob und so das Rennen konnte. Bastian belegte so einen hervorragenden 3. Platz.

Baltic Cup 2011

Sonntags wurden die schnellsten über die Sprintdistanz von 500m ermittelt. Hierbei belegte Bastian im Vorlauf den 2. Platz und qualifizierte sich wiederum für das erste Finale. Nur 2 Stunden später wurde es im Finale ernst. In einem äußerst packenden Rennen belegte Bastian hinter Russland, Lettland und Litauen und vor dem Samstag‘s Sieger über 2000m aus Polen, einen hervorragenden 4. Platz.

Mit diesem Ergebnis sind wir absolut zufrieden äußerte sich Trainer und Vater Dirk Faralisch.

„Bastian hat seine selbst gesteckten Ziele für diese Saison erreicht. Er wollte Deutscher Meister im Einer werden um hier auf dem Baltic Cup im Einer, der am härtesten umkämpften Bootsklasse, und für Deutschland im Nationaltrikot starten zu können“.

Wenn wir dann noch die Vorgeschichte berücksichtigen, dass sich Bastian am 2. Urlaubstag im August in Korsika beim „Skinboarden“ Bänder, Sehnen und Knöchelchen im linken Mittelfuß angerissen hat und dadurch 4 Wochen an Krücken gehen musste berücksichtigen, ist die Leistung umso höher einzustufen.

Das notwendige Training war für Bastian glücklicherweise nur durch ein neu entwickeltes Stemmbrettsystem möglich. Dieses haben wir zwar während des Trainingslagers vor den deutschen Meisterschaften schon einmal ausprobieren, haben es aber durch die notwendige Umstellung sicherheitshalber damals nicht eingesetzt. Für diese Situation war es aber ein absoluter Glücksfall, denn so konnten wir bereits 2 Wochen nach dem Unfall wieder mit dem Wassertraining beginnen und so die Teilnahme am Baltic Cup sichern. Bastian war zwar nicht in der Lage sein Boot selbst zu tragen, bzw. einzusteigen, aber einmal im Boot, ging es von Training zu Training mit der Belastungsintensität besser.

Nach Christopher Herpel (U 23 WM) ist Bastian Faralisch nun der zweite Ruderer des Heidelberger Ruderklubs, der in dieser Saison das Nationaltrikot tragen durfte. Diesen Erfolg gab es für den „Klub“ seit vielen Jahren im Männerbereich nicht.

Bastian wird sich nun in den kommenden Wochen und Monaten über Trainingswochenenden in Berlin, Ergometer-und Langstreckentests in Dortmund und Leipzig stellen müssen um weiterhin im Kreis der Nationalmannschaft behaupten zu können. Das bedeutet wieder 49-50 Trainingswochen, mindestens 10-15 Stunden Training pro Woche, 4000 Ruderkilometer, Skilanglauf – und Rennradtraining.